Andere haben erhellender und fundierter darüber gebloggt und berichtet.
Geht einfach mal zu:
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/3744/tauschen-tarnen-tricksen oder
http://feynsinn.org/?p=4052 oder
schaut Euch selber im Netz um.

Das muss von meiner Seite aus reichen

guido myers Kopie

 

Mission accomplished darf er demnächst melden, der Guido zu seinen Freunden, die mit ihm im Beirat der DVAG sitzen und anderswo. Fein eingefädelt mit den höheren Zuzahlungen, Zwangsprivatversicherung in der Pflege usw. usf.

Da sitzt Ihr dann, Ihr Rektalakrobaten und denklert z.B. in der SZ herum wie „entsolidarisierend“ doch die schwarz-gelbe Pest nun zu handeln gedenke – ja klasse – McFly, jemand zu Hause? Wundert Ihr Euch nur, wie das Merkel den Gesundheitsfonds gegen den Einstieg in die Kopfpauschale weggedealt hat, oder habt Ihr Westerwave sein Sozialgetue im Dienste der Lebensversicherer etwa wirklich abgekauft? Dann wundert Euch aber auch nicht, wenn Ihr nach den großen Kündigungswellen demnächst mal persönlich miterlebt, was es mit den sogenannten Sanktionen in den Jobcentern auf sich hat, wenn Ihr Euch zu fein dafür seid, den dritten 1-Euro-Job hintereinander aufgedrückt bekommt, um das Papier was Ihr jetzt noch beschmieren dürft, demnächst mit Piekser aus Straßengräben picken dürft.

Und Ihr da im tiefsten Südwesten mit Eurem Grünen Mafioso Ulrich – sowas hat kein Geschmäckle mehr, das stinkt schlimmer als jede defekte Biogasanlage – statt diese Typen vor die Tür zu setzen, faselt aber Eure Bundes-Künast von der „linken bürgerlichen Mitte“  – ja ne is klar, das beschreibt aber jetzt mal so richtig konkret für was Ihr Flachpfeifen überhaupt noch steht. Saarlouis kann von mir aus entschädigungslos an die Franzosen übereignet werden, ein guter Roter zum Ausschalten des Würgereflexes angesichts dieser Bande als Ausgleich reicht vollkommen.

Und Ihr da, Ihr Deppen, Vollpfosten und ähnliches Gesindel, die Ihr der ePetition gegen die Hartz 4 Sanktionen Eure Unterschrift aus Bequemlichkeit oder auch stinkender Faulheit verweigert habt – jammert bloss nich, wenn es Euch trifft und Ihr mit ehemaligen SZ-Schreibern Parkwege fegt – mein Mitleid wird Euch nicht zuteil.

Auch Ihr Pensions- und Versorgungsgeier Niebelkerze und Rösler – wie war das noch gleich, so ganz kurz vor´m 27.9? „ich gehe nicht nach Berlin-Rösler“ und „Entwicklungshilfeministerium braucht kein Mensch-Niebel“ – lasst Ihr Euch jetzt Vollbärte bis zum Boden wachsen, weil Ihr Euer eigenes Spiegelbild beim Rasieren nicht mehr ertragt? Oder seid Ihr schon völlig schmerzbefreit?

Und nochmal Südwesten – Müller, Du angeblich „linker“ in der CDU – 4,50 wäre also ein angemessener Mindestlohn – Auch Dir sollte man mal nen Grundkurs in Mathe angedeihen lassen, was dabei im Monat so ´rumkommt. Anders als mit fehlenden Fähigkeiten zur Addition und Multiplikation kann man ja so eine geistige Diarrhoe nicht mehr erklären.

Auch Ihr, die Ihr Euch so großkotzig „vierte Macht“ im Staate betiteln lasst – habt Ihr Euch schon auf einen Praktikantenplatz bei den Oranjes beworben? Ein einziger Holländer fragt nach, wie man einen Typen, der 100.000 Ocken in der Schublade vergessen hat ausgerechnet zum FINANZverweser bestellen kann, und Ihr merkt nicht mal, wie peinlich das für EUCH ist, dass da keiner von Euch drauf kam – aber ich glaub, dass mit dem Praktikantenjob könnt Ihr bei den Käsköppoen sowieso vergessen – Euch lassen sie da nicht mal Grachten bohnern oder Deiche lackieren – unfähiges Pack!

 

morator_468Ja ne is klar, sind doch eh alles Sozialschmarotzer, Faulenzer, wer Arbeit sucht findet auch welche, Minderleister, laut dem Volksverhetzer Sarrazin poppen die auch noch wie die Weltmeister, also geht ja schon mal gar nicht – so oder so ähnlich wird auf sie eingedroschen, noch verbal, oder mit der Keule der Regelsatzkürzung, ausgeführt von Befehlsempfängern in den ARGEn doer Jobcentern, Befehlsempfänger, die selbst mit immer neuen Erlassen, internen Teamwettbewerben, wer am wenigsten Kohle ´rausrückt, maximal so gut geschult, wie ein Zeitschriften Drückerkolonnenanwärter.

Es wird der Boden vorbereitet von Leuten wie Clement und Sarrazin, um nur zwei der Menschenverächter zu nennen, deren Ergüsse ihrer intellektuellen Diarrhoe dankbar von den Hetzblättern Springers, Bertelsmanns und anderer immer wieder gern aufgegriffen werden. Die Saat wird ausgebracht, auf dass der verängstigte Kleinbürger irgendwann seine Unsicherheit und seine Unzufriedenheit an den Verhältnissen nicht an den Herrschenden vergilt, sondern sein Zorn auf die ganz unten gelenkt wird.

Hinterher haben wieder alle nichts davon gewusst, oder genügten ihrer Pflicht…….

Zum Schluss nur ein paar Fakten dazu:

Ca. 5 Millionen Bürger erhalten Leistungen nach Hartz 4/SGB II

Bis Juli gab es ca. 9.000 Missbrauchsfälle, die von der BA gemeldet wurden.

Gehen wir mal ganz euphemistisch davon aus, das jeder Fall mindestens ein Jahr zu Unrecht Leistungen bezog.

Ergibt einen Schaden für den Steuerzahler in Höhe von ca. 38,3 Millionen beim Regelsatz in Höhe von 354 EUR

Bisherige Zahlungen an die HRE um deren Gläubigern die feisten Gesässe zu retten:

Bis zu 20 Milliarden an Eigenkapital – sprich die Kohle fliesst real aus dem Haushalt ab
87 Milliarden an Bürgschaften noch dazu

Knapp 800.000 Bürgern wurde das Existenzminimum in 2008  ganz oder teilweise  gekürzt.

Heißt u.a. Diabetiker können sich kein Insulin mehr leisten, im Winter wird gefroren, manche stehen dann an den ach so karitativen Tafeln usw. usf..

Deshalb Betroffene und Ihr, die Ihr noch einen Rest Anstand habt, bewegt Euren Arsch und unterzeichnet hier:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=6785

Infos zur Aktion der Blogosphäre hier:
http://sanktionenwegbloggen.wordpress.com/

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Klar, hier sind nur zwei kleine Blogkrauter aktiv – klar, Die Linke ist auch nur eine Partei, die, wenn in Verantwortung Kompromisse macht und machen muss – aber was sind die Alternativen?

Schwarz oder Gelb? Ich bitte Euch, jede/r mit ein wenig mehr Intellekt als die handelsübliche Küchenschabe, ahnt, was mit denen auf uns zu kommt. Mit ein wenig mehr entwickeltem Gerechtigkeitssinn als Attila der Hunne, gehen die schon mal gar nicht.

Grüne? Dazu fällt mir u.a. Hartz 4, Kosovo, Hamburg, demnächst wohl auch das Saarland ein – die illegitimen Erben des Claims Umfallerpartei – nee danke.

Steinmeier und Konsorten? siehe Grüne plus neoliberale Speichellecker wie die Stones und wie die ganzen Verräter alle auch heißen mögen. Die haben die einst ehrbaren Ziele ihrer Partei gegen Pöstchen und anschließende Posten verraten – die kann man nicht mal mehr verachten.

Piraten? Zu monothematisch und noch zu beliebig in allen Aussagen jenseits „wir sind gegen Zensursula“ – reicht mir nicht.

Also Die Linke – und hört mir auf von wegen alles unbezahlbar, was die wollen – hallo? schon mal zusammengezählt was HRE, IKB, hintenrum Ackermann und der ganze Rest mal so eben für sich lockermachen konnten? Und dann ist kein Geld da für Mindestlohn, Kitaplätze usw. usf? Wer ist denn da der Traumtänzer? Na? Also, wenn der Groschen gefallen ist, dann links wählen.

Der Post geht zurück auf die Initiative von

http://100blogsfuerdielinke.wordpress.com/

spatz

Leider nur Illustration, denn heute abend sind sie früh in´s Nest gekrochen, die zwei Schreihälse, die ihre Eltern kurz vor´m Flüggewerden sowas von in Hektik versetzen. Kein Wunder bei der Gewitterluft hatten sie tags genug Beute gemacht, um die nimmersatten aufgeklappten Schlunde der gierigen Brut zu stopfen.
Was mich ja ein wenig stört, dass die Familie Sparrow nicht, wie alle anderen Heerscharen von Piepmätzen im reichlich vorhandenen Baum- und Heckenbestand ihr Domizil gründeten, sondern dreisterweise einen klitzekleinen Spalt zwischen einem gedoppelten Querbalken, der schwer erreichbar Hochparterre und oberes Geschoß trennt, unermüdlich ausbauten zu einer passablen Einflugschneise und sich dort einen Waldarbeiterfaust großen Stammsitz schufen. Schlau wie sie sind, haben sie aber einen leichten Dachüberstand belassen, sodass kein Regen eindringen kann – also auch kein größerer Schaden am alten Gebälk zu fürchten ist. Und Katzensicher ist es allemal.
Derweil dort heute ausnahmsweise eher ein ruhiger Abend begangen wird, kämpfen die letzten Nebenerwerbslandwirte mit der Wintergerste – umgehauen hat es den Großteil der Ernte durch die Gewitter, jetzt wird noch eilig das Stroh verpresst und eingefahren. Nächste Woche soll es trocken und mild hier werden, bei dem Gedanken daran rieche ich heute schon die Gülle – aber immer noch ehrlicher und angenehmer, als Friteusenfettduft in geschlossenen Räumen.
Samstag morgen ist dann für den Autor Trimm Dich angesetzt, Madame Wanda macht mit dem Rest ihrer Gang einen längeren Spaziergang von der abgenagten Waldweide, hin zum Spätsommerdomizil in gut 90 Minuten Fuß- und Klauenmarsch Entfernung.
Die Süßkirschen sind komplett abgeerntet, die Äpfel dauern noch und müssen vor den gierigen Pferden geschützt werden, die nagen jeden Ast ab, der nicht bei drei an einen höheren Baum sich flüchtet.
Für die Pferde sieht´s sowieso noch mau aus in diesem Jahr, für gutes Winterheu hat das Wetter noch nicht stabil genug mitgespielt – aber für alte Pferde ist altes Heu auch viel bekömmlicher; bisher hat es noch jedes Jahr irgendeine trockene Woche gegeben.
Nachbars schrauben und flexen an ihren Kraftwagen herum, dass es keinerlei Strassenverkehr mehr für einen urbanen Backgroundsound mehr braucht, aber hier bei uns wird nichts abgewrackt, so eine läppische Zylinderkopfdichtung dengelt man hier zwischen zwei Flaschen Pils auf den Motorblock.
Zum Glück grillt heute keiner.

Eggs
Yodafone hats verkackt, das ist klar, Kundigere haben die Sau auch schon reichlich durch Klein-Bloggersdorf getrieben, mal fundierter, mal eher platt – sei´s drum. Aber jetzt geht das Rumgeeiere der mehr oder weniger zu Recht als A-Blogger Bezeichneten los. Die Frau Schnutinger schmollt und will jetzt erstmal gar nicht mehr webzwonullen, Don Dahlmann schmeißt sich schützend über sie, und Herrn Niggemeier ist Werbung auf seinen Blogs immer willkommen (jaha: auch Banken, Versicherungen, CDU, bloss die NPD nicht!)
Der Don (Alphonso, nicht Dahlmann) hat anhand Frau Schnutingers Reaktion die kognitive Dissonanz zwischen „ich bin doch eine von Euch, und habe niiie mit einer negativen Reaktion auf mein PR-Geschreibsel gerechnet“ und dem „wow, ich bin toughe Geschäftsfrau und verdiene echt Kohle mit dem Webzwonullen“ sehr schön deutlich gemacht.
Der andere Don (der Dahlmann, nicht der Alphonso) schmeißt sich heldenhaft auf, vor oder neben (auf jeden Fall recht schmissig) Frau Schnutinger, der böse Mob soll doch bitte nicht so auf sie eindreschen, die Form passt ihm nicht, inhaltlich sagt er zwar nicht viel dazu, immerhin vergisst er zu erwähnen, dass er über Adnation ein schickes Yodafone-Filmchen gegen Bares auf seinem Blog präsentiert.
Und dann der Herr Niggemeier – er meint, wer ihn kritisiert, erkennt nicht die deutliche Trennung zwischen redaktionellem Inhalt und Werbung und überhaupt müsse er ja auch Geld verdienen, und ja, auch Finanzwelt, Parteien usw. wären ihm als zahlende Kunden immer willkommen.
Mal so nebenbei, Herr Niggemeier, wen ich mir als Hesse so unsere CDU hier anschaue mit dem brutalstmöglichen Dalai Lama Fan ever, der guten alten Stahlhelmfraktion Dreggerscher Prägung und einem ehemaligen Herrn Martin „Tätervolk“ Hohmann würde ich mir zumindest diese Partei überlegen.
Nur ist das nicht der Punkt – ich gönne jedem Blogger von Herzen jeden Cent, den er für seine Arbeit bekommt, natürlich auch über Werbeschaltungen – allerdings macht es schon einen Unterschied, ob ich den vorpreschenden Stopp-Schild-Fans von Vodafone meine Glaubwürdigkeit als Sperrenkritiker opfere, oder ob ich irgendwelche Anzeigen zulasse, deren Produkt oder Firma mir mehr oder weniger am Mors vorbeigeht.
Thomas Strobl würde auch bei weissgarnix gelinde gesagt ein Glaubwürdigkeitsproblem mit Anzeigenschaltungen Ackermannscher Derivate bekommen, der Don (der Alphonso, nicht der Dahlmann) hätte bei den Rebellen sicherlich auch viel Freude mit Kommentaren, sollte er Selbstbastelregal-Werbung neben die gefühlte 117. Silberkannenabbildung stellen – auch ein Finkeldey hätte arge Probleme mit Vattenfall-Clips („Strahle für einen Tag“).
Sie, Herr Niggemeier haben meiner unwesentlichen Meinung nach eines nicht verstanden: „It´s the credibility, stupid!“

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Kaum hat man die winterlichen Regensachen entzwiebelt, scheint einem der
Lorenz unschuldig ins Gesicht, als wolle er für die letzten Wochen des
Junis und die Frechheit der letzten Regenwoche entschädigen.
Mit mir nicht mein Freund, ich bin da sehr wenig kompromissbereit!
Schon bei der Abreise begleitet uns steter Tropfen als der GL500 uns
auf den Asphalt bettet, um uns unserem Ziel näher zu bringen.

Eine nicht enden wollende Menschentraube begleitet uns am Nürburgring.
Die Anzahl der ernstzunehmenden „älteren“ Rock- bzw. Metalfreaks ist
erschreckend überschaubar in der tosenden Menge von komatösen
Säuferkids, die sich ihres Bierharndrangs zwischen Endlosdixieklos und Zeltlagern entledigen. Die uringeschwängerte Luft fusioniert mit dem Dauergrölen des
feiernden Mobs und ich werfe ein Stoßgebet zum Himmel, weil wir gottlob
nur einen livegig sehen werden und das nicht auf dem center stage und auch
nicht unmittelbar zwischen der feiernden Partymenge.
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(James Hetfield & Michael Poulsen)

Der Auftritt der Dänen entschädigt uns für alle Strapazen und Michael
Poulsen (Leadsinger Volbeat) rockt die Bühne in einem meiner Lieblingsoutfits,
Hemd und Weste. Unter seinen hochgekrempelten Hemdärmeln blitzen einem
seine endcoolen Tattoos entgegen und die Gitarrenriffs hauen mich gnadenlos
um, während sie Radio Girl spielen. Die Dänen verheizen ihr Potential auf
diesem schnöden Festival, nicht einmal MTV strahlt Volbeat als Livegig aus,
einfach nur megaerbärmlich, wie gut dass es sweden Rock gibt oder Wacken.
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Allen Anschein nach interessiert die komatösen Säuferkids sowieso nicht, wer
gerade auftritt, bzw. merken die eh nichts mehr. Nicht, dass es bei anderen Festivals
weniger alkoholisiert zugeht, aber zumindest hat man dort den Eindruck, dass
die Partymenge einen stilsicheren Musikgeschmack hat. Ok, ich hätte gern noch
Brian Molko und seine Mannen gesehen, oder evtl. noch Prodigy, aber es zog uns
weiter.

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Die See empfängt uns mit offenen Armen und sogar die wasserlassenden Pforten
des Himmels haben ein Einsehen und schließen sich für ein Weilchen.
Unser wahnsinnig schönes und prätentiöses Domizil an der Küste liegt wie eine
Oase des Glücks im weichenden, nebulösen Morgendunst. Lapidar werden die
Köfferchen entpackt, wir werden magisch vom Strand und dem Meer angezogen.
In malerischer Idylle liegt die Ostsee vor uns, umrandet von hellstem Sandstrand
und bunt bestückten Strandkörben. Reflexhaft atmen wir durch und saugen die
salzhaltige Luft ein. Peu à peu fällt der Alltag von uns ab und wir erkunden zum
ersten Mal die neugewonnene Freiheit.

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Auf der Promenade flanieren saisonal bedingt fast ausschl. junge Paare mit Kleinkindern im Gepäck oder Rentner. Die Preise, wie erwartet, in Strandnähe und fast jedem Pub oder Bistró gesalzen bis halsabschneiderisch. Das zahlungskräftige Publikum wirds kaum stören, Otto Normalo jedoch immens, but who cares? Das erste einladende Fischlokal vor Ort wäre für die Qypegemeinde das gefundene Fressen.
Wir lachen Tränen, als uns der Kellner die georderten Fischteller serviert.
Winzig kleine, kaum identifizierbare Fischfilets übersichtlich auf dem Teller platziert,
umrandet von einer konsistenzlosen Remoulade die ihresgleichen sucht.
Zur Krönung die fetttriefenden Bratkartöffelchen, die ich mir ohne meine Gallenblase
erst gar nicht zumute.
Da wir uns allerdings nicht zur Gattung fortwährender Qype-Nörgler und Anhängern
eines sinnbefreitem Bewertungsportal von Möchtegern-Currywurst-Gourmets zählen, zahlen wir den Wucherpreis mit einem Augenzwinkern und unter der Prämisse, der Laden sieht uns eh nicht mehr wieder, warum ihm auch noch den Gnadenstoß versetzen?
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Schnell finden wir heraus, dass es die coolsten locations und authentischsten
Restaurants sowieso nur innerorts bzw. abgeschiedener gibt. Überrascht stellen
wir fest, dass es auch noch Lokale jenseits der Eurohemmschwelle gibt und auch
die Füllmenge des Tellers stimmen kann.
Sehr, sehr empfehlenswert: Gut Görtz, eine typische holsteinische Gutsanlage. Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr
1263 zurück. Sie ist seit 1913 Familienbetrieb. Die alten Scheunen werden seit 20 Jahren touristisch genutzt,
um diese Gutsanlage zu erhalten. Wir jedenfalls waren total begeistert was uns dort geboten wurden.

Photobucket (Herrenhaus 1868, privat nicht öffentlich zugänglich, hier werden die Kuchen zum Verkauf gebacken)

Photobucket (Jungviehstall 1856, Scheunen Café, hier gibt es Kuchen nach alten Hausrezepten, Schmalzbrote
sowie Käse-, Schinken- und Wurstbrote, deftige Eintöpfe und Suppen, Verkauf von eigenen Produkten wie: Görtzer Vollkornbrot,
Produkte von der Biene, Eier und kalt gepresstes Rapsöl und Wildschweinleberwurst)

Photobucket (Verkaufsraum des Scheunen Cafés)

Photobucket (Dekoration im Scheunen Café)

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Die offene Kaminstelle und der Geruch von leckerem, deftigem Eintopf lädt uns ein…

Photobucket (hmmmmmm**)Photobucket(…wenn einem da nicht das Wasser im Munde zusammen läuft)

Zum Abschied noch der Eintrag ins Gästebuch
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Große Kornscheune 1923 Deutsche und internationale Weine aus Bio-Anbau
PhotobucketPhotobucket

Der Strand und der Regen werden unsere Wegbegleiter, wir erholen uns zunehmend
im Laufschritt, halten Tempo und erfreuen uns an der steifen Ostseebrise. Unsere
neu erworbene Lumix leistet uns treue Dienste. Jede dahergeflogene Möwe wird
gnadenlos niedergeknipst. Das Wetter bleibt unbeständig und mit Regenschirm
bewaffnet erkunden wir das naheliegende Umland.

Nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“

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Auch wenn der Strand in unmittelbarer Nähe vor einem liegt, als könne er kein Wässerchen trüben

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Vom Timmendorfer Strand geht es weiter nach Travemünde.
Photobucket (Strandpromenade mit Blick auf Hotel „Maritim“ Travemünde)
An der Strandpromenade in Travemünde steuern wir direkt auf das Columbia Hotel Casino zu. Ich verheiße klugscheißerisch, dass „hier“ (deute auf die große Balustrade des Casinos) Viva Moderatorin Gülcan ihr Bäckermillionärsöhnchen Kamps geheiratet hat.
Photobucket (Columbia Hotel Casino Travemünde)

Orkanartige Windböen verheißen nichts Gutes. Selbst der Transfer im Hafengebiet zur „Passat“, die wir besichtigen möchten, wird zur Schaukelpartie.

Photobucket (Passat/Travemünde)

Photobucket (Passat)

Wir belohnen uns anschließend in einem sehr schönen Fischlokal mit einer guten Flasche Viognier und fantastisch zubereiteten Flusskrebsen auf Backkartoffel und einem Fischteller mit 2sortigem Kartoffelsalat. Köstlich!

Photobucket (Fischerman’s)

Photobucket …köstlich!

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(Flusskrebse, Creme Sour, Backkartoffel & Knoblauchbrot)

Der Anblick der Fähren, die einem geradezu in Augenhöhe am Tisch vorbeifahren ist spektakulär und gespenstisch.

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…. aber auch umwerfend schön!!

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Der Rückweg wird beschwerlich, der Orkan findet seinen Höhepunkt und ehe wir uns
versehen, sind wir nass bis auf die Haut noch bevor wir heimische Gefilde erblicken.
Den nächsten Tag liegen wir geplättet und lange im Bett, wenden uns auf unserem
Wundbett und verarzten notdürftig unsere Blasen an sämtlichen Fußstellen.
Endlich klart das Wetter auf. Auf meinem Geburtstag gibt es Hamburg. Grandios!
Als Highlight erhalte ich als Geburtstagsgeschenk eine Besichtigung im Meereszentrum auf Fehmarn. Ich freue mich wie eine Schneekönigin.

Photobucket (Fehmarnsund-Brücke)

Meereszentrum Fehmarn

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Da man im Aquarium, verständlicherweise nicht mit Blitzlicht fotografieren darf, entschuldige ich mich für die schlechte Quali der Fotos.

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Sandtigerhai

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10 Euro Eintritt finden wir happig, weil man in einer Stunde längst alles gesehen hat, allerdings muss ich anmerken, die liebevoll
gestalteten Fischbecken lohnen wirklich. Das Riesenhaifischbecken ist wirklich klasse und ein sehr großer Sandtigerhai ist die Attraktion. Es gibt viele kleine Schwarzspitzenriffhaie, Muränen oder Rochen und für die kleinen Zuschauer eine Menge spielerischer Lernfaktoren über Haie.

Endlich findet sich die Sonne, wir verbringen 2 volle Tage am Strand im Strandkorb.
Zwar ist es immer noch lausig kalt und wir mummeln uns in unsere Jack Wolfskinjacken aber immerhin, sie scheint. Gegen Abend wird es zunehmend wärmer und am nächsten Tag ist es sogar so warm, dass man im Trägertop und kurzen Jeans
im Korb dösen kann. Wir lesen und unser Blick streift hin- und wieder über’s Wasser.

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Relaxen im Strandkorb und endlich die warmen Sonnenstrahlen genießen

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… noch etwas zögerlich lässt sie sich blicken aber es wird!
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Neben uns finden sich diverse Spießerpaare mit ihren Spießerkids ein. Ich krieg die erste Krise als Schrei-Phil sich gleich als erstes an einer harmlosen Muschel den kleinen Zeh stößt und mit einem ohrenbetäubenden Schreikrampf sämtliche Strandkörbe in einem Umkreis von 5 km in Alarmbereitschaft versetzt. Dazu gesellt sich Plärr-Kathi, die schnell herausfindet wie man Schrei-Phil am besten ärgern kann.

Die ruhigen Nachbarkinder im Strandkorb rechts sind ausgestattet mit sämtlichen Plastikschaufeln und Eimern der Welt, die dann von Schrei-Phil und Plärr-Kathi ausgeliehen werden. Ich neige dazu mir vorzustellen, dass ich den beiden Ätzkindern
mit der Plastikschüppe eins überbrate.

..aber es gibt auch ruhige Momente am Strand, deren Bilder sich einprägen und dazu einladen,
die Seele baumeln zu lassen!

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Ich lehne mich zurück, klappe mein Buch zu und schließe meine Augen.
Dieser ganze trostlose, verlogene, rumpeltürkische Moralmief einer Dekade fällt endlich von mir ab.

In diesem Sinne…
I’m gonna rain on your parade Photobucket
Eure Fade

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Sie ist eine Schönheit. Immerhin schon stolze 17 Sommer auf der Weide verbracht und ich bringe es nicht über´s Herz ihr Leben zu beenden. Vor drei Jahren gab ich sie als „Pensionskuh“ in´s Nachbardorf in eine kleine Herde robust gehaltener Angusrinder, dort hat sie Gesellschaft und sommers wie winters trotzt sie Wind, Wetter und Schnee. Leider hat es zu ihrer Zeit bei mir nie geklappt mit dem ersehnten Nachwuchs. Sie hat für sich entschieden, dass es genug sei mit dem Kalben und sich allen Verführungen des besuchsweise vorbeischauenden Bullen und auch der modernen Veterinärmedizin verweigert. Dafür hat sie von Anfang den jungen Hüpfern in ihrer neuen Herde gezeigt, wo das Rote Höhenvieh den Most holt. Ich erinnere mich gut an den ersten Tag bei ihren neuen Gefährten – das Jungvolk wurde erst ignoriert, dann mittels angedeutetem Kopfsenken souverän in seine Grenzen verwiesen. Dann entdeckte sie eine Altersgenossin am anderen Ende der Weide und trabte zum gemeinsamen Grasen zu der anderen alten Dame. Seitdem stehen sie immer beisammen.

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Ihre Rasse gehört zu den schönsten und zum Glück nicht mehr seltensten ihrer Art. Das Rote Höhenvieh ist ein typisches Drei-Nutzen-Rind, übersetzt für Städter, diese Rinder geben Milch, ziehen den Pflug und am Ende natürlich noch Fleisch (ich hatte die seltene Ehre einen ihrer Nachkommen vor Jahren in Teilen zu goutieren – vergesst gehyptes Kobe dagegen einfach). Das umgängliche Wesen, Voraussetzung für die Arbeit als Zugtier, habe ich vorher und seitdem bisher nicht mehr gesehen bei einem anderen Exemplar von Wandas Art. Sie lässt sich aufhalftern wie ein Pferd, bei der jährlichen Hufpflege in einem monströs aussehenden Stahlrohrgestell kommt während Pediküre mittels lärmender Schruppschleifer nur ein leise klagendes Muhen über ihre Lippen. Und ja, sie hört auf ihren Namen, wenn man sie ruft.

Geärgert hat sie mich natürlich auch schon, besonders als ihr mittels modernster Veterinärtechnik zu neuem Mutterglück verholfen werden sollte. Das Aufhalftern liess sie sich noch gern gefallen, Gewohnheitstier halt, da gab es ja immer Belohnung für. Dummerweise fiel ihre fruchtbare Phase in eine Zeit wilder Winde, ekligen Regens und tiefen Temperaturen. Entsprechend unangenehm kühl war wohl die Sonde, die geprüfte, prämiierte, reinrassigen Spitzenvererberspende intrauterin verabreichen sollte. Aus einem wahnhaften Reflex liess ich den Halfterstrick nicht, so dass Wanda mich fröhliche Bocksprünge vollführend erst über die relativ nasserdige Weide schliff (schlechte Platzverhältnisse, um es für Fußballer zu übersetzen), letztendlich gelang es ihr aber, mit einem beherzten Sprung über einen dummerweise quer durch die Weide verlaufenden Wassergraben, mich am nördlichen Wassergrabenwall abzustreifen. Sie hat alles gut überstanden.

Aber so einer Grande Dame des Rindvieh-Tums konnte ich damals und auch heute nie böse sein – ein Blick aus ihren Kulleraugen entschädigt für alles. So wird sie wohl auch diesen Sommer noch ihr Rentier-Dasein weiter geniessen dürfen, außer die Krise kommt vor dem nächsten Winter so stark zum Tragen, dass ich sonst nichts zu futtern habe.

01160004

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